Kita und Schulen geschlossen? Wie gestalte ich jetzt den neuen Corona Familienalltag? 10 erste Ideen einer 3-fach Mami

Kita und Schulen geschlossen? Wie gestalte ich jetzt den neuen Corona Familienalltag? 10 erste Ideen einer 3-fach Mami

Morgen früh ist es soweit. Kindergärten und Schulen bleiben geschlossen, jetzt sind wir gefragt den neuen Corona Familienalltag positiv zu gestalten und alle bei Laune zu halten. Hier ein paar erste Ideen wie man die Situation begünstigen kann.

1. Stundenplan: Beginnen Sie die neue Phase der Kita- und Schulschließung mit der Aufstellung neuer, klarer Regeln. Es ist hilfreich den Vormittag im neuen Corona Familienalltag eng zu strukturieren und am besten gemeinsam mit den Kindern einen Stundenplan inklusive Pausen, Kunstunterricht und Sportstunde zu erstellen, so dass viele Diskussionen von Anfang an gar nicht geführt werden müssen. Es sollten die von der Schule vorgebenden Aufgabenpakete strukturiert in Unterrichtsstunden gepackt werden. Besonders wenn mehrere Kinder aus verschiedenen Jahrgängen gleichzeitig beschult werden, sollten ähnliche Themen parallel behandelt werden, dies ermöglicht es, dass sich Kinder gegenseitig auch helfen können. Kindergartenkinder können kurze Zeiten ebenfalls mit „Hausaufgaben“ verbringen. Malen nach Zahlen oder Aufkleber ummalen sind einfache Aufgaben. Malen Sie Umrisse des Kindes auf Tapetenbahnen, anschließend darf der Umriss gerne bunt ohne Elternaufsicht ausgemalt werden. Ermöglichen Sie Unterricht im Alltag, lassen Sie die Kinder mathematische Aufgaben in der Natur oder auf dem Spielplatz lösen. Rechnen Sie was für Mengen an Lebensmittel für ihre Lieblingsessen benötigt werden und gestalten Sie so das tägliche Kochen als kurzweilige Schulstunde.

2. Sport: Unterschätzen Sie nicht den Bewegungsdrang, den ihre Kinder haben werden, die Zeit, die sie auf Schulhöfen oder im Gelände in der Kita am Rennen, Ball spielen oder Fahrzeuge fahren sind, müssen Sie jetzt ausgleichen. Bedenken Sie, dass Kinder häufig vormittags sonst ausgepowert werden und im gemeinsamen Spiel mit Altersgenossen spielerisch viel Bewegung erlebt haben. Dies fällt nun weg. Achten Sie auf ausreichende Möglichkeiten. Bei gutem Wetter sollte dies noch einfach zu realisieren sein, Spielen auf der Straße, im Park oder im Wald werden zum Selbstläufer. Leider wird es auch Schlechtwettertage geben. Hier ist Kreativität gefragt. Lassen Sie Ihre Kinder die Treppen von einem Stockwerk zum anderen Stockwerk mit der Stoppuhr laufen, laufen sie mit den Kindern 5 Minuten rückwärts in der Wohnung. Spielen Sie das „Nicht-den-Boden-Berühren-Spiel“ auf Kissen, Papier oder Kleidungsstücken, die sie auf dem Boden verteilen. Springen Sie Seil oder hüpfen Sie auf der Stelle.

3. Kunst: Integrieren Sie in den Stunden- oder Schulplan auch unbedingt kreative Zeit. Malen, Gestalten aus Eierkartons oder die ersten Frühlingsblumen aufgeklebt auf Pappe ermöglichen Kindern ein Beschäftigungsfeld was sie sonst immer im Kindergarten oder in der Schule vorgefunden haben, zu hause wird es ihnen bald fehlen. Berücksichtigen Sie daher auch den künstlerische, kreativen Teil als eigene Unterrichtsstunde. Zum Beispiel fördert Filzen oder der Umgang mit der guten alten Strickliesel die Konzentration und gibt den Kindern etwas in die Hand zur Beschäftigung.

4. Musik: Gemeinsam mit den Kindern Lieder singen, gerne typische zur Jahreszeit oder Kanon, wer kann mit einem Instrument begleiten. z.B. mit der Gitarre. Vielleicht sehen es die Kinder als Challenge einen Corona-Rap oder Song zu kreieren. Kleinere Kinder können gerne mit den Töpfen aus der Küche trommeln. Singen macht gute Laune und befreit.

5. Soziale Medien: Reglementierte Medienzeit unbedingt einhalten. Je nach Alter sollten die Zeiten festgelegt werden, es ist für Kinder geradezu verlockend sich jetzt im neuen Corona Familienalltag isoliert von Freunden in Chats oder kurzen Video Clips zu verlieren. Hier sollten Sie gemeinsam entscheiden, was noch angebracht ist. Verweigern Sie dies nicht ganz, Kinder sollten auf jeden Fall den sozialen Kontakt zu Freunden halten können, wenn Besuche momentan persönlich nicht möglich sind.

6. Tagebuch führen: Als Familie können Sie gemeinsam die Erlebnisse festhalten mit kurzen Zeichnungen, Notizen oder auch ausgedruckten Bildern. Vielleicht gestalten Sie auch ein eigenes Rezeptbuch für diese besondere Zeit – die kleineren Kinder können die Gerichte oder Zutaten hineinmalen, während die größeren die richtigen Mengenangaben ausrechnen oder die Gerichte mit Handyfotos dokumentieren.

7. Religiösität: Besonder in diesen ungewöhnlichen Zeiten ist es wichtig, dass Kinder Halt finden und vertraute Rituale weiterbestehen bleiben. Besprechen Sie mit den Kindern die Situation, vertrauen Sie je nach Religionszugehörigkeit auf Gottes Hilfe und Unterstützung. Bei ältereren Kinder können die Themen auch bereits kritisch oder politisch beleuchtet werden. Wie ist die Situation in anderen Ländern?

8. Humor: Nehmen Sie die Situation nicht allzu ernst, sondern versuchen Sie trotz aller stressigen Momente, die die neue Vereinbarkeit von Beruf und Betreuung und eventuell sogar Beschulung mit sich bringt, gelassen zu bleiben. Lachen macht alles leichter. Denken Sie sich Witze über Corona aus, malen Sie Comics oder beginnen Sie den Morgen mit einer Kissenschlacht. Gemeinsam lustige Komödien zu schauen stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl.

9. Ausflüge: Der neue Corona Familienalltag schränkt das gewohnte Freizeitangebot stark ein. Gönnen Sie sich besondere Erlebnisse, die bevorstehenden Wochen werden noch sehr lange. Kurze Momente wie Radausflüge mit Picknik im Grünen mit einer Decke auf einer Lichtung im Wald bleiben im Gedächtnis. Verlagern Sie auch kurze „Unterrichtseinheiten“ an tolle Orte. Wenn Museen oder Schwimmbäder geschlossen sind, gilt es kreativ zu sein. Erstellen Sie einen eigenen Barfußpfad im Hof oder im Garten, sammeln Sie hierzu Tannenzapfen, Rinde, Gras oder Moos oder kleine Kieselsteine, sammeln Sie Müll an größeren Straßen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Literatur oder Vokabeln lassen sich auch auf einem Kletterbaum lesen, während Sie dem Kindergartenkind aus einem Buch vorlesen, können die größeren Kinder ihre Aufgaben auch nach draußen verlagern. Balancieren auf der Slackline und dabei Vokabeln abgefragt zu werden, macht allen mehr Spaß. Dies müssen nicht zwangsläufig die Eltern abfragen, Freunde können dies auch übernehmen oder Nachbarskinder.

10. Arbeit im Haushalt: Wenn Familien jetzt rund um die Uhr zuhause leben, die vorher möglicherweise in der Kantine, im Kindergarten oder im Hort zu Mittag gegessen haben, wird deutlich mehr Hausarbeit zuhause anfallen, vom Einkaufen, zum Kochen aber auch Spülmaschine ausräumen, Glasmüll wegbringen und natürlich auch putzen. Je mehr Personen stundenlang zuhause sind desto mehr Arbeit fällt an. Hier gehört es dazu, dass nun alle auch mehr mit anpacken müssen als sonst. Erstellen Sie einen neuen Aufgabenplan.

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